Tipps zur richtigen Fütterung der Chinchillas

 

Peletts Grundfutter rohfaserreich, harte Peletts für den Zahnabrieb

In Zoohandlungen werden oft zu weiche und überlagerte Peletts angeboten.

Auch das lose Futter, welches man aus Tüten entnehmen kann, ist nicht ideal. Das Futter sollte nicht länger als 3 Monate gelagert werden, da sonst Vitamine verloren gehen.

Leider werden auch Meerschweinchen- oder Kaninchen-Peletts als Chinchilla-Peletts angeboten. Sie sind ähnlich, aber die  Zusammensetzung ist anders.

Lieber auf gute Lieferanten achten.

Normale Chinchilla-Peletts haben im Durchschnitt:

15 - 20% Rohprotein

3,5 % Rohfett

14 - 18% Rohfaser

8 - 10% Rohasche

0,7 - 0,8% Phosphor

1,3 - 1,4% Calcium

0,2% Natrium

20.000 I.E. Vitamin A

2.000 - 2.500 mg Vitamin D3

sowie 80 - 100 mg Vitamin E pro Kilogramm

          

Es werden fertige Futtermischungen angeboten mit getrocketen Bananen oder sogar mit getrockneten Kartoffeln

oder Knabberstangen, Drops - alles nicht empfehlendswert. Diese enthalten zuviel Zucker und Fett.

Chinchillas mögen dieses Futter, aber bekömmlich ist es nicht für sie! Es kommt zur Leberverfettung und Darmstörungen, die man erst merkt wenn es zu spät ist.

Der Chinchilla-Magen ist ca 5 mtr. lang und an karge Kost gewöhnt.

 

In ihrer Heimat ernähren sich Chinchillas von Kakteen, Kräutern, Zweigen, Diesteln, Dornensträucher und trockenen Steppengräser.

Ihre Flüssigkeit nehmen sie ausschließlich vom Morgentau und von Kakteen auf.

 

Deshalb ist Heu so wichtig - es ist das Grundnahrungsmittel!

Es hält den Darm in Schwung, da es durch den großen Rohfaseranteil in großen Mengen aufgenommen und wieder ausgeschieden wird.

Es nützt dem Zahnabrieb der Backenzähne und enthält, obwohl es getrocknet ist, viele Mineralien und Vitamine.

Das Heu sollte schön grob sein und nicht grün, luftig, frisch riechen, nicht staubig, auf keinen Fall muffig.

                                              

 Viel Kräuter geben !  -  oder getrocknete Äpfel, Hagebutten u.ä.

zur Anreicherung täglicher Fütterung:

- Johannisbrot

    - Hagebutten  

                                                       

- Kräuter (am besten immer Echinaceakräuter dazu) Brennessel, Pfefferminze u.a.

 

Hierzu ein wichtiger Hinweis:

Kräuter sind Medikamente und können bei unsachgemäßer Mischung oder sonstiger Anwendung zu Wechselwirkungen führen, darum sollte man sich im Internet einmal umsehen zu diesem Thema. Hierzu gibt es zahlreiche Seiten wie z.B. http://www.heilkraeuter.de/lexikon/index.htm

 

Heu sollte immer gegeben werden - dient auch zur Beschäftigung

Knabberstangen - am besten vom Haselnussbaum oder Apfelbaum

hier gilt auch: kein Steinobst, Buche, Kastanie, Holunder, Birke

 wer keine Möglichkeit hat, es gibt auch Kabberholz zu kaufen z.B bei Knabberzweig.de

     am besten vom Haselnussbaum oder Apfelbaum

gut abwaschen, trocknen lassen (frisch gegeben kann zu Durchfall führen)

läßt sich in Sommermonaten gut für den Winter bevorraten                                          

       

Leckerchen

- Mariendiestel (Chinchillas sind ganz verrückt danach)

   (leider verirren sich die Stacheln manchmal in den Mundkiefer und lösen Verletzungen aus)

   ich gebe sie gar nicht mehr

 

- getrocktnete Brennessel

- Topinambur

- Gänseblümchen

- Rotklee und deren Blüten 

- Kamille     Vorsicht: Bei trächtigen Weibchen in grossen Mengen gegeben

                                                                            können sie eine vorzeitige Geburt auslösen

- Löwenzahn (im Sommer kleines Stück frisch)   

- Rosenknospen  getrocknet (frisch in kleinen Mengen)

- auch Rosenblätter getrocknet von der Blüte (frisch nur in kleinen Mengen)

- Hibiskusblüten                                    

- Himbeerblätter getrocknet

- Luzerne - sehr energiereich - daher eher nur für stillende Weibchen

- getrocknete Apfelscheiben (ungeschwefelt) 

- frische Apfelstücke (vorzugsweise Braeburn)  Nassfutter nur in kleinen Mengen geben werden (Durchfall)

                                                                      

- im Sommer kann es auch eine halbe Weintraube oder ein kleines Stück Melone sein zur Erfrischung

- Haferecken - nicht so oft -

 

- alle vorgenannten Kräuter und Knospen nur von naturbelassenen  

   Bäumen, Büschen, Wiesen.  

   Keine Kräuter suchen

         - wo Hunde gelaufen sind-           

  -  Insektenspray oder Unkraut-Ex angewandt wurde! 

                                                           (leider weiss man das nie so genau)   

 

1 x die Woche darf es ein Stück getrocknetes  Brot geben - am besten Bio (wegen der Zusatzstoffe)

 

Zurückhaltung - besser wäre Verzicht auf

- Rosinen (Zucker) nicht gut für die Zähne, auch wenn sie nachwachsen

 und sie fördern Übergewicht

    gesündere  Alternative: Goji-Beeren (haben viele Vitamine) - auch für Menschen gut

 

- Nüsse    (enthalten zu viel Fett - dies fördert Überwicht und dessen      Folgeerscheinungen)

   na ja, ab und zu darf es ein Stück Süßmandel sein

 

 Chinchillas nicht verwechseln mit Kaninchen und Meerschweinchen: deshalb keinen Kohl oder Gurke,

                                                                                                                               das gibt böse  Blähungen

 

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